Aiki Jujutsu Tsukami Ryu André Busche
 
André Busche: Aiki Jujutsu
 „Aiki ist keine Technik, um den Feind zu bekämpfen oder zu besiegen.“ 
O-Sensei Morihei Ueshiba
Wenn ich dieses Zitat des großartigen Aikido-Meisters einigen Gedanken und Erklärungen über das Aiki Jujutsu voranstelle, will ich verdeutlichen, welche Beweggründe einen Menschen zum Beschreiten dieses Weges bewegen können und sollten. Oft schon besuchten Menschen eine meiner Übungsstunden, um zu sehen, „ob das etwas ist, was hier gemacht wird“. Auf die Frage, wofür „es etwas sein“ solle, kam meistens die Antwort: „Na, ich will mich verteidigen können.“ 
Der Wunsch, sich körperlich wehren zu können, ist so alt wie der Streit und der Unfriede zwischen den Menschen. Und die Methode des Sich-Wehrens reichen von der „Erfindung“ der Keule über subtilere Formen der Kampfkünste bis zur Atombombe der Gegenwart. Schon die Kenntnis über die Fähigkeiten eines Opfers lassen den Angreifer von seinem Vorhaben Abstand nehmen. So zumindest denkt sich das der Verteidiger und hofft, nicht in seiner Sphäre gestört zu werden. Und wenn dieses Prinzip einmal nicht greifen sollte, so will man doch zumindest nicht unvorbereitet sein. 
Budo aber ist mehr. Budo, ein Oberbegriff für alle japanischen Kriegs- und Ritterkünste der Feudalzeit, bedeutet wörtlich übersetzt „Weg des Ritters“ oder „Weg des Adels“. Es ist nicht nur die bloße Überwindung des Angreifers. Das ist auch mit größerer Kraft oder eine Waffe möglich. Budo ist ein Lebensweg. Dieses Lebensprinzip umzusetzen in körperliche Übung ist Aiki Jujutsu. Daß sich dabei praktikable Möglichkeiten der Überwindung eines Angreifers ergeben, ist ein nicht unerwünschter Begleitaspekt. Er darf aber niemals im Vordergrund stehen. 
„Do“, das japanische Wort für „Weg“, muß in direktem Zusammenhang mit dem Begriff „Budo“ gesehen werden. „Do“ ist ist der Weg, auf dem ich dahinschreite, der Reiseweg, übertragen der Lebensweg. „Do“ kann aber auch übersetzt werden mit „Lehre“, „Richtung“, „Philosophie“, „Grundsatz“ oder „Prinzip“. 
Aiki Jujutsu ist ein eigenständiges System neben den etablierten Schulen des Jiu-Jitsu und des Aikido. Dort, im Aikido, ist das friedliche Prinzip vollendet verwirklicht. Aikido bedeutet, „die eigene Bewegung mit denen des Angreifers harmonisieren und ihn so überwinden, um ihn gewaltlos vom Sinn des Friedens zu überzeugen“. Das ist nur eine von vielen Deutungen des Aikido. Das Aiki Jujutsu geht den gleichen Weg. Allerdings ist durch eine Erweiterung des Spektrums der möglichen Techniken die Abwehr des Angreifers auch sicher möglich. 
Als eine Form des Jiu Jitsu legt Aiki Jujutsu den Schwerpunkt auf Würfe und Hebeltechniken. In den verschieden Schulen („Ryu“) des Jiu Jitsu wurden zu jeder Zeit Schwerpunkte in bestimmten Bereichen gesetzt. Noch heute sind zahlreiche Lehrer auf Würfe, andere auf Schlagtechniken spezialisiert. Dadurch bleibt das Budo lebendig und in Veränderung. 
Die Komplettierung des Aiki Jujutsu durch Elemente des Iaido, der Kunst des Schwertziehens, sowie des Bo-Jutsu, des Kampfes mit dem Stock, lassen das System groß und schwerfällig erscheinen. Eine positive Sichtweise zeigt jedoch die Vielfältigkeit auf den verschiedenen Ebenen der Lehre durch zahlreiche Elemente des Judo, Aikido, Jiu-Jitsu oder auch Karate. Aiki Jujutsu ist Sport, Selbstverteidigung und Kunst. Für den einen ist es nur eine dieser Möglichkeiten, für den anderen alles zusammen. Es kommt eben wie so oft im Leben darauf an, was man aus einer Sache macht. 
Ich bin dankbar dafür, daß ich nach langen Jahren der Übung in der äußeren Form des Budo einen ersten Schritt auf dem „Weg“ machen konnte. Ich habe die Wertlosigkeiten der reinen Äußerlichkeit der Techniken erkannt. Ich setze jetzt meine Energie ein, um ihre inneren Werte und Prinzipien zu erforschen. Ich hoffe, diesen Weg noch weit gehen zu können, wenn er auch niemals enden wird.

Bewegung als Richtung 
Bewegung ist die Änderung der Position von zwei Körpern zueinander. Gehen wir von der Bewegung zweier Menschen ab, spielt sich diese Bewegung zwischen ihnen ab, unabhängig davon, ob sich tatsächlich beide Körper bewegen. 
Grundsätzlich wird im Aiki Jujutsu die Harmonisierung der eigenen Bewegung mit der Kraft des Angreifers gesucht. Kraft hat nach physikalischer Definition immer eine Richtung. Und was eine Richtung hat, können wir uns gedanklich als einen Pfeil vorstellen. 
Dieses Bild ist allerdings mit Schmerz verbunden. Ein Pfeil hat eine Spitze, und diese Spitze kann verletzen. Nutzen wir dieses Bild aber, um über eine bildlich-gedankliche Ebene ein Verfahren zu entwickeln, um diesem „Schmerz“ zu entgehen. Stellen wir uns aus Gründen der Vereinfachung den Pfeil als ein Dreieck vor. Dieses Dieses Dreieck hat eine sehr schmale und zwei gleichmäßige breitere Ecken. Die schmale Ecke bezeichnen wir als „Spitze“. 

Das Prinzip des Kreises 
Stellen Sie sich vor, sie müßten auf ein Papier die stabilste und ausgeglichenste Figur malen. Mit einem Zug haben Sie dann wahrscheinlich einen Kreis auf das Papier gemalt. Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende, er ist an allen Punkten von gleicher Gestalt, und sein Schwerpunkt ruht in seiner Mitte. Es gibt kein Anzeichen dafür, daß der Kreis eine Richtung hat. Er hat keine geraden Seiten. 
Stellen Sie sich vor, das gedachte Dreieck bewegt sich jetzt. Mit seiner Spitze dringt es auf den Kreis ein. Wenn Dreieck und Kreis Körper wären, dann müßte das Dreieck den Kreis exakt in der Mitte treffen, um seine Energie an den Kreis abzugeben. Wenn sich also der Kreis auch nur ganz leicht aus der Bewegungsrichtung des Dreiecks entfernt, tritt die Spitze den Kreis nicht zentral. Die Kraft gleitet am Kreis vorbei und bleibt durch die ungestörte Vorwärtsbewegung des Dreiecks erhalten. Durch die Ausweichbewegung fehlt der Angriffspunkt, weil die Kraft des Dreiecks schräg auf den Kreis trifft und somit abgleitet. 
Als Grundregel können wir also festhalten: „Durch eine ausweichende Bewegung wird die Kraft eines Angreifers wirkungslos“. 

Das Prinzip der Kegel 
Ich möchte einen Schritt weiter gehen. Wenn wir die Figuren Dreieck und Kreis von oben auf einem Blatt Papier betrachten, könnten wir sie uns auch räumlich vorstellen. Dabei sind beide Figuren mögliche Abbildungen desselben Körpers, des Kegels. Ein auf seiner runden Fläche stehender Kegel sieht von oben betrachtet wie ein Kreis, von der Seite wie ein Dreieck aus. 
Stehen sich beide Kegel neutral gegenüber, so ruhen beide auf ihren Grundflächen im Gleichgewicht. Sie stehen fest, es ist keine Bewegung zu erkennen. Sie symbolisieren damit zwei Menschen, deren Sphären sich nicht berühren. Auf dieses Thema werde ich noch im Zusammenhang mit der sogenannten „harmonischen Distanz“ zu sprechen kommen. 
Wenn jetzt ein Kegel den anderen angreifen will, muß er mit seiner Spitze versuchen, seine Kraft auf den anderen Kegel zu übertragen. Da seine Spitze aber oben ist, wird er sich aus seinem Gleichgewichtszustand begeben müssen. Auf dem Rand seiner Grundfläche stehend bewegt sich jetzt der Kegel auf den anderen Kegel zu, die Spitze auf den Mittelpunkt des noch ruhenden Kegels gerichtet. Wie wird der ruhende Kegel am sinnvollsten reagieren? 
Bleibt er in seiner Ruheposition, könnte die Spitze des angreifenden Kegels tatsächlich den Mittelpunkt treffen. Weil damit eine Energieübertragung und im wirklichen Kampf eine massive Verletzung verbunden wäre, muß der angegriffene Kegel sich ebenfalls bewegen, allerdings nur auf der runden Grundfläche. Schon eine leichte Seitenbewegung bringt den Kegel aus der Angriffsrichtung und läßt den angreifenden Kegel ins Leere laufen. Das ist nur die grundlegendste Form der Verteidigung. Wenn in einem späteren Kapitel die Anwendung dieser Bewegung in der Praxis diskutiert wird, ist zur praktischen Umsetzung noch eine Reihe kleiner Erweiterungen notwendig. Aber an dem Prinzip der Bewegung wird sich nichts ändern. 

Das Prinzip der Kugel 
Ich will das Grundprinzip noch auf einen anderen Körper erweitern. Nichts ist in der Natur so vollkommen wie Körper in Gestalt einer Kugel. Sie haben bei geringstem Materialaufwand die stabilsten Eigenschaften. Wenn wir die Prinzipien des Kreises auf die Kugel übertragen, finden wir weitere Vorzüge. Es gibt praktisch keinen Angriffspunkt, weil schon die kleinste Ausweichbewegung die angreifende Kraft schräg auf die Kugel treffen läßt. Durch den Schwerpunkt in der Mitte der Kugel kann sie niemals aus dem Gleichgewicht geraten. 
Die Kugel ist bei unserem gedanklichen Spiel dem Kegel überlegen, weil sie auch auf Angriffe in der oberen und unteren Stufe des Körpers reagieren kann. Beispielsweise würde der Kegel kippen, wenn er selbst an der Spitze getroffen werden würde. Und nur eine Seitwärtsbewegung kann den Kegel aus der Angriffsrichtung bringen. Wenn die Kugel in ihrem oberen Bereich angegriffen wird, kann sie der Kraft nachgeben und den Angreifer wie eine Welle über sich hinwegziehen lassen. Die Welle wird brechen, und die Kugel würde gleich einem Stück Holz wieder an der Oberfläche schwimmen. Gute Beispiele für dieses Bild sind die auch aus dem Judo bekannten Würfe Tomoe-Nage und O-Goshi. Besonders der Tomoe-Nage mit seinem runden Ablauf läßt an eine Kugel denken, die den Angreifer mitzieht. Der O-Goshi, bei dem der Verteidiger wie ein Hölzchen unter die Welle tritt, zeigt dagegen besser das Prinzip des scheinbaren Untergehens. 

Die Bewegungsformen 
Ich gehe bei den folgenden Beispielen immer von einem Angreifer aus, der seinen rechten Fuß und seine rechte Hand vorwärtsbewegt. Dabei könnte er beispielweise versuchen, einen Fauststoß zu meinem Kopf zu führen. 
Ein Ausweichen ist jetzt auf mindestens zwei Arten möglich. Zum einen kann ich in die Bewegung des Angreifers eintreten, mich seinem Mittelpunkt nähern. Diese Stellung wird als „omote“ bezeichnet, die Bewegung selbst als „irimi“. Dabei steht der Verteidiger vor dem Angreifer. Im konkreten Beispiel gleite ich über meinen rechten Fuß leicht nach vorn und drehe mich nach links. Zum anderen ist auch eine Ausweichbewegung möglich, die mich in den Rücken des Angreifers bringt. Dieses Prinzip wird mit „ura“ bezeichnet, die Bewegung selbst als „tenkan“. 
Um mich selbst bei der Ausweichbewegung zu schützen, benutze ich meine Arme mit offenen Händen. Dabei haben die Hände die Funktion von Sensoren und Werkzeugen. Sie sollen frühestmöglich die Angriffsrichtung erfühlen und den Angriff dann durch druckvolle Unterstützung der Ausweichbewegung wirkungslos machen. Das Wichtigste bleibt aber das Ausweichen. 

Die Wurftechniken 
Im Aiki Jujutsu erlernt der Schüler zahlreiche Würfe. Manche beruhen auf gemeinsamen Prinzipien, andere wiederum verdeutlichen allein ein Prinzip. Dabei unterscheiden wir zwischen den folgenden Wurfgruppen: 
Hand- und Körperwürfe „Te-Waza“ 
Hüftwürfe „Koshi-Waza“ 
Bein- und Fußwürfe „Ashi-Waza“ 
Selbstfallwürfe „Sutemi-Waza“ 
Die handwerkliche Schwierigkeit ist auf den ersten Blick nicht bei allen Würfen gleich. Doch bei intensiver Beschäftigung wird auch der Lehrer immer wieder neue Feinheiten entdecken, durch die das Lernen neue Freude bereitet. Deshalb ist es auch nicht vermessen, die Schüler über die vermeintlich komplizierten Würfe der Te-Waza in das Aiki Jujutsu einzuführen. Praktische Überlegungen sprechen sogar dafür. Durch die sanften und kleinen Bewegungen ist keine perfekte Falltechnik notwendig, um mühelos ein dutzend Mal als Wurfpartner zu dienen. Die Fallschule wird also immer weiter verbessert, bevor für den Geworfenen unangenehme Techniken wie der Schulterwurf auf dem Lehrplan stehen. Ein weiterer Vorteil ist die deutlichere Umsetzung der Prinzipien in den Handwürfen. So wird schon dem Anfänger durch die Bewegung das Prinzip des Nachgebens vermittelt. Im Gegensatz zu Hüftwürfen besteht dabei sogar noch weniger Gelegenheit, durch Kraft mangelnde Technik auszugleichen.
Die Hebeltechnik 
Laien sind immer wieder verblüfft, mit welcher Leichtigkeit Budomeister selbst körperlich überlegene Menschen mittels eines Fingerdrucks überwinden. Auch im Aiki Jujutsu machen wir uns Gesetze der Physik und Beschränkungen der menschlichen Gelenke zunutze. Die Hebeltechniken richten sich dabei besonders gegen die schwächeren Handgelenke. Aus Sicherheitsgründen sind diese Hebel im sportlichen Judo nicht zulässig, ein Umstand, der für ihre Effektivität spricht. Trotzdem wird nicht auf Arm- oder Beinhebel verzichtet. Hebel sind besonders gut geeignet, das Aiki Jujutsu-Prinzip des „geringsten Aufwandes“ umzusetzen und so übermäßige Verletzungen des Angreifers zu vermeiden. 
Die Schlagtechniken 
Die Würfe sind das zentrale Element des Aiki Jujutsu. Doch mancher Wurf und auch Hebel könnte in der Praxis ohne die Anwendung von Schlagtechniken nicht den gewünschten Effekt erzielen. Diese Atemi-Techniken, ein Begriff für Stoß oder Druck auf empfindliche Körperstellen, sollen den Kraftfluß des Angreifers stören, ihn so aus seinem Gleichgewicht bringen und verwundbar machen. Dabei liegt es in der Hand des Verteidigers, den Angreifer schon mit der Atemi-Technik allein zu verwunden und somit zu besiegen. Die Schlagtechniken des Aiki Jujutsu umfassen Schläge und Stöße mit Hand, Finger und Ellenbogen sowie Knie- und Fußstöße. In ihrer schulmäßigen Ausführung unterscheiden sich die Techniken deutlich von ähnlichen Bewegungen im Karate oder Taekwondo. Die Fauststöße definieren sich über ihren Zielpunkt, nicht über ihre Bewegung. Die Fußstöße sollen den Angreifer stoppen. Um dabei effektiv zu sein, werden sie in Bereichen eingesetzt, die sich dem Blickfeld und damit der Aufmerksamkeit des Angreifers entziehen. 

Die Waffentechnik 
Die Ausführung der Schwerttechniken, im Training durch ein Holzschwert „Bokken“ dargestellt, bietet dem Übenden die Möglichkeit, seine Bewegungen noch intensiver zu betrachten. Das Schwert als verlängerte Hand zeigt auch kleinere Bewegungsfehler deutlich an. Die Übung hat keinen praktischen Zweck. Sie dient lediglich einer intensiveren Beschäftigung mit den Prinzipien. Gerade durch die berührungslosen Schläge mit dem Schwert ist das „Fluidum“, die den Körper durchströmende Lebenskraft, mittels Atmung und Bewegung darstellbar. Bestimmte Abwehrformen sind mittels des Schwertes einfacher zu begreifen und darzustellen. Die Übungen mit dem Schwert sollen schon den Anfänger begleiten, obgleich ihm ihre tiefere Bedeutung erst später deutlich werden wird. 
Das Üben mit dem Stock dagegen hat praktische Bedeutung. Denn schon ein stabilierer Regenschirm kann zur Ausführung eines harten Stoßes oder einer Hebeltechnik gegen einen Angreifer eingesetzt werden. Die Übungen mit dem Hanbo, einem etwa einen Meter langen Stab aus schwerem Holz, stehen deshalb mehr im Bereich der praktischen Anwendung.
Für die Didaktik des Aiki Jujutsu halte ich den folgenden Ausschnitt aus der „Tengu-geijutsu-ron“, einer Schrift über die Schwertkunst aus dem frühen 18.Jahrhundert, für bezeichnend. Shissai Chozan beschreibt dabei ein imaginäres Gespräch zwischen Bergdämonen. Darin heißt es: 
„Zunächst überliefert der Meister die Technik, ohne über das, was in ihr enthalten ist, ein Wort zu verlieren. Er wartet allein darauf, daß es der Schüler sich selbst erschließe. Das nennt man „spannen, aber nicht abschießen“. Nicht weil er ein erbärmlicher Charakter ist, hält er mit Erklärungen zurück. Er will dadurch lediglich erreichen, daß der Schüler unter Einsatz seines Herzens in Übung zur Reife gelangt. Wenn der Schüler sich aus ganzem Herzen müht und dann aus eigener Kraft etwas erreicht hat, dann geht er und tritt vor den Meister. Und der Meister, wenn es nach seinem Herzen ist, bestätigt es ihm lediglich. Von seiten des Meisters geht keine Unterweisung aus.“ Auf die heutigen Verhältnisse übertragen bedeutet das für den Lehrer die Abkehr von der dezidierten Zergliederung einer Technik hin zu einer Ganzheitslehre. Der Schüler wird den Moment erkennen, wenn ihm eine Technik gelungen ist, ebenso wie der Bogenschütze in dem Moment, als es ihm unbewußt gelang, den Schuß brechen zu lassen (siehe dazu Eugen Herrigel, „Zen in der Kunst des Bogenschießens“, Otto Wilhelm Barth Verlag).